Laufclub in Wolfenbüttel

WRRC26 und CPH mit vier BlueLinern

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Mega-Event Kopenhagen Halbmarathon

Da der Kopenhagen Halbmarathon dieses Jahr Austragungsort für die World Athletics Road Race Championships WRRC war, musste man sich bereits eineinhalb Jahre im Voraus für einen Startplatz bewerben, der in einem Lotterie-Verfahren wie bei vielen Großveranstaltungen üblich, vergeben wurde. Auf 35000 Startplätze kamen über 100000 Bewerber und Nele und Matthias Wilshusen hatten Glück. Sie bekamen einen Startplatz für den Halbmarathon zugelost. Für die Meile und den 5 km Lauf konnte man sich normal anmelden. Über die kurzen Distanzen waren bis zum Ende Startplätze verfügbar, so dass Stefan Hamacher und Tjard Wilshusen über die 5 km dabei sein konnten. Ein weiterer Grund für den RUN auf die Startplätze des Halbmarathons dürfte die Serie SuperHalfs sein, die aus sechs europäischen Halbmarathons besteht, zu den neben Kopenhagen noch Valencia, Lissabon, Prag, Cadiff und Berlin gehören. Wer alle gelaufen ist, bekommt eine riesige Medaille zur Belohnung.

Frauen Elite 1 Meile.                                                                                                      Foto: Matthias Wilshusen

Als erstes startete die Frauen Elite über die Meile. Der Kurs bot eine schnelle Strecke, die nach dem Start geradeaus bis zu zwei sanften Kurven führte und anschließend auf der Zielgeraden mündete. In dieser Kurve, in der auch das Foto entstand, war der Support der Zuschauer am größten.

Nach den Frauen kam das Eliterennen der Männer mit dem einzigen deutschen Teilnehmer Robert Farken. Unmittelbar vor dem Zieleinlauf konnte man auf einer Leinwand den Start und das Rennen verfolgen, das Robert sehr klug gelaufen ist. Immer an dritter/vierter Stelle liegend lies er sich im Sog der Spitze bis auf die letzten 100 m ziehen, wo er scheinbar mühelos nach vorne lief, um Weltmeister über die Meile zu werden.

Robert Farken im Finish zum WM-Titel über die Meile                                         Foto: Matthias Wilshusen

Am Nachmittag hatten die BlueLiner Tjard Wilshusen und Stefan Hamacher ihren Start über die 5 km. Als erstes begannen aber wieder die Elite Frauen, die im Solorennen über die Strecke flogen.

Elite Frauen über 5 km                                                                                                   Foto: Matthias Wilshusen

Die Elite der Männer startete nachdem die Frauen bereits wieder im Ziel waren. Hier im Feld der Europarekordhalter Jimmy Gressier mit 12:51 min und Jakob Ingebrigtsen. Gressier, der das Rennen von vorne angegangen ist, konnte das Tempo zum Ende nicht halten und musste anderen die Medaillen überlassen. Aber auch Jakob Ingebrigtsen musste auf den letzten Metern die Titelträume noch begraben und wurde Zweiter in 12:59 min.

Männer Elite mit den Europarekordhalter Jimmy Gressier                                 Foto: Matthias Wilshusen

Tjard und Stefan folgten mit etwas Abstand im breiten Feld, der Hobby- und Freizeitläufer. Während Tjard sein Ziel unter 20 Minuten zu finishen, mit 20:23 min knapp verfehlte, nutze Stefan den Kurztrip nach Kopenhagen für ein zügiges Rennen in 22:02 min, um am Folgetag schon wieder beim Stadtlauf in Wolfenbüttel an der Startlinie zu stehen.

Tjard Wilshusen der Elite auf der Spur                                                                      Foto: Matthias Wilshusen
Die letzten Körner auf der Zielgraden mobilisieren.                                                                 Foto: BlueLiner

Nach dem Zieleinlauf ging es in den gut organisierten Verpflegungsbereich mit reichlich Möglichkeiten die Speicher wieder aufzufüllen und guten Gesprächen mit anderen Teilnehmern. Am Ausgang des Verpflegungsbereiches wurde Tjard von seinen Supportern in Empfang genommen und konnte seine Medaille präsentieren.

Tjard mit Medaille nach vollbrachter Leistung.                                                                          Foto: BlueLiner

Am Tag drauf schlug die Stunde der Halbmarathonis. Nele und Matthias Wilshusen waren hier am Start. Während Matthias mit eine Zielzeit sub 1:25 std. im blauen Startblock eingeteilt wurde, der bei den Amateuren der zweite Block war, musste Nele im grauen Startblock mit einer Zielzeit sub 1:50 std. Aufstellung nehmen. Die Startblöcke mit Zielzeiten von über 1:35 std. waren recht weit entfernt von der Startlinie eingeteilt und wurden nacheinander an die Startlinie herangeführt. Dieses Vorgehen erwies sich als Leidenszeit für die nicht so schnellen Teilnehmer, da Nele eineinhalb Stunden in ihrem Startblock verweilen musste, bis sie auf die Strecke gehen konnten. Matthias der nur wenige Minuten nach der Männer Elite starten konnte, befand sich bereits auf der Zielgraden, als Nele ihr Rennen beginnen konnte. Diese lange Wartezeit hatte leider Auswirkungen auf die Performance. Während Matthias sein Rennen in einer respektablen Zeit von 1:24:11 std. beenden konnte, musste Nele im letzten Drittel kämpfen und kam enttäuscht nach 2:07,47 std. ins Ziel, da eigentlich mehr zu erwarten war. Nur wenige Tage nach dieser Erfahrung war der Ehrgeiz aber wieder zurück und die Anmeldung zur ihrem ersten Marathon am 4. April 2027 in Paris stand fest.

Nele und Matthias vor dem Gang in den Startblock.                                                                 Foto: BlueLiner
Nele auf der Zielgraden mit einem Lächeln für ihre Supporter                                             Foto: BlueLiner

Vielen Dank an dieser Stelle auch an das Supporter Team, dass zwei Tage in Kopenhagen mit Fahnen, Rasseln und Geschrei alles gegeben haben, um die Aktiven zu unterstützen.

Supporter-Team CPH                                                                                                                       Foto: BlueLiner

 

Written by

1. Vorsitzender
Vereinsmanager C-Lizenz
Freiwilligenmanager und -koordinator
ambitionierter Seniorenläufer
Persönliche Bestleistungen
1500 m - 4:26,66 min (2004)
Meile - 4:44,40 min (2005)
3000 m - 9:15,87 min (2004)
5000 m - 15:47,72 min (2004)
10000 m - 32:56,8 min (2005)
Stundenlauf - 17620 m (2004)
10 km - 32:37 min (2007)
Halbmarathon - 1:13:06 h (2006)
Marathon - 2:41:37 h (2009)
50 km - 3:23:27 h (2013)
6h-Lauf - 75,263 km (2012)

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