Laufclub in Wolfenbüttel

Tanja Elezovic wird Dritte bei Deutscher Meisterschaft im Ultratrail

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Spitzenleistung auf der Helden-Strecke: Tanja läuft bei Trail-DM auf Rang drei 

Tanja Elezovic feierte bei den Deutschen Meisterschaften im Ultratrail einen Erfolg. Die BlueLinerin wurde Dritte ihrer Altersklasse (AK 45-49). Auf der 65-Kilometer-Strecke in thüringischen Suhl lief sie nach 10:25 Stunden über die Ziellinie.

Für Tanja Elezovic war dies die zweite Teilnahme an einer Trail DM, nachdem sie schon einmal erfolgreich bei der 24h-Stunden DM 2019 eine Medaille erlaufen hatte. Leider war sie diesmal die einzige Teilnehmerin, die den LC BlueLiner dort vertreten konnte. Aus teils persönlichen und gesundheitlichen Gründen war keine Mannschaftsbildung möglich gewesen.

Trotzdem wollte Tanja auch in diesem zweiten Corona- Jahr gern an einer Meisterschaft teilnehmen, und wenn es nur zum Vergnügen war, den ganzen Tag durch eine herrliche Landschaft laufen zu können. Dass es dann zum Bronze-Platz reichte, war natürlich das I-Tüpfelchen am Ende einer tollen Laufveranstaltung.

Die DM im Ultratrail fand am 10. September im Zusammenhang mit dem Südthüringen Ultratrail statt, welcher inzwischen unter Läufern in Deutschland als recht einzigartiger Landschaftslauf gut bekannt ist. Er ging diesmal in seine fünfte Austragung und unterteilt sich in drei verschiedene Streckenlängen: der Heldentrail mit 65 km und 2500 Höhenmetern, der Riesentrail mit 47 km und der Wichteltrail mit 18 km. Die DUV Meisterschaft wurde hierbei auf der Heldentrailstrecke ausgetragen, die sich faktisch aus den beiden anderen Teilstrecken zusammensetzt. Besonders tückisch ist das für das Gemüt, da man nach 47 km den Zielbereich durchlaufen muss, um dann noch auf die Wichtelstrecke zu gehen.

402 Teilnehmer stellten sich dem Heldentrail, davon kamen 242 erfolgreich ins Ziel. Laut Veranstalter ist das die schlechteste Bilanz seit Beginn des Südthüringentrails, vielleicht auch aufgrund des schlechten Wetters.

Der Startschuss fiel morgens um 5 Uhr. Im Dunkeln mit Stirnlampe, Stöcken und Laufweste ausgerüstet ging es los. Ziemlich gesittet nahm das Starterfeld den ersten Abschnitt in Angriff. Allen war offenbar bewusst, dass wir noch lange genug unterwegs sein würden. Nach kurzer Zeit setzte ein heftiger Regen ein, der sich auch über den Tag verteilt immer wieder ins Rennen mischte. Alles war in Nebel getaucht und die Stirnlampen blendeten mehr, als dass man etwas sehen konnte. Die ohnehin sehr anspruchsvolle Strecke wurde durch den Regen zusätzlich sehr schlammig und rutschig. Einmal in den Sonnenaufgang zu laufen, fiel damit leider auch aus.

Als es hell wurde, hatte sich das Läuferfeld schon weit auseinandergezogen. Tanja Elezovic war immer wieder überrascht, wie schnell sich die Feldzusammensetzung immer wieder änderte, je nachdem wie die unterschiedlichen Läufer mit dem Bergauf oder Bergab der Strecke zurechtkamen. Ihr persönlich haben die Trailstöcke auf den steilen Anstiegen aber auch beim Bergablaufen gute Dienste erwiesen.

Ungefähr alle 8 km gab es eine Verpflegungsstation; diese waren mit sehr leckeren kleinen Happen bestückt. Es fehlte den Läufern an nichts vom Schmalzbrot über Würstchen bis zu Keksen und Schokolade. An Getränken gab es Iso, Cola, warmen Tee und sogar Bier.

Bei so einem langen Lauf hat sich die BlueLinerin an den Stationen schonmal ein paar Minuten extra aufgehalten, um Trinkflaschen neu zu befüllen oder Kleidung kurz umzupacken. Der längste Streckenabschnitt zwischen zwei Stationen betrug 16 Kilometer. Da war es wichtig, vorher mehr Wasser „aufzutanken“ als bei den übrigen Abschnitten.

Alle Läufer hatten einen Tracker im Rucksack und mussten außerdem in der Pflichtausrüstung ihr Mobiltelefon mitführen, damit niemand verloren gehen konnte. An einer Stelle hatte Elezovic auch tatsächlich eine Abzweigung übersehen. Sie lief überflüssigerweise einen Kilometer extra. So etwas ist ärgerlich, kommt aber vor, wenn man bereits etwas müde und unkonzentriert ist.

Insgesamt hat ihr die Veranstaltung sehr viel Spaß gemacht. Der Trail ist ihre liebste Disziplin. Man hat einfach den ganzen Tag ein breites Grinsen im Gesicht, während man auf wunderschönen Single-Trails die Landschaft durchquert. Viele Topläufer haben hinterher im Interview gesagt, dass sie so eine anspruchsvolle Strecke im Mittelgebirge gar nicht erwartet hätten. Zum Teil ging es steile Skihänge parallel zur Lifttrasse auf einem langen Grasstreifen nach unten, und auch der Anstieg zum höchsten Gipfel, dem Schneekopf, war nicht zu unterschätzen.

Die Strecke war so gewählt, dass man tatsächlich viel auf Waldboden oder Gras unterwegs war und nur sehr vereinzelt auf befestigten Wegen.

Die Helfer hatten sich ebenfalls mächtig ins Zeug gelegt, und standen oft als Zwerg oder Gnom verkleidet an den Straßenüberquerungen. Alles in allem eine super gelungene Veranstaltung, zu der man sicher gerne noch einmal zurückkommt!

Bericht: Michael Fürer

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